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Die Notwendigkeit des Unnützen

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Die Notwendigkeit des Unnützen
Vorsicht nur digitales Dokument!

Lagernummer:100341
Titel:Die Notwendigkeit des Unnützen
Autor:Al Maarri
Jahr:1993
Beschreibung:eingescannter Text, 50 Seiten, mit Bleistiftanmerkungen meinerseits


Al Maarri ist gewissermassen ein mittelalterliches Bindeglied zwischen dem alten griechischen intuitiven Grundwissen und den neuzeitlichen Überlegungen welche seit 1800 wieder die Geister erregten, fernab von Religion und Macht!

Andererseits wohl einer der schärfsten Pessimisten, jenseits von Schopenhauer!

Die vegane Idee bei Maarri ist, in seiner auch von ihm selbst eigentlich gedanklich streng durchgezogenen Linie, schliesslich ein philosophischer Versuch seine Geburt rückgängig zu machen. Wenn wir uns aber nun zur persönlichen Lebenserhaltung, und der hat Maarri auch gefrönt, bekennen, dann wissen wir auch, das wir nicht nur wie Aasgeier totes Material verzehren können, sondern besonders angesichts der steigenden Erdbevölkerung, auf organische, lebende Pflanzen, die in ihrem Reifestadium abgeerntet werden, angewiesen sind. Wer aber hat das Recht, das Leben einer Pflanze geringer einzuschätzen als das Leben eines Tieres, vermutlich eben nur die Tiere. Kannibalismus wäre das finale Konzept zur Lösung aller Fragen, ohne die Umwelt im geringsten zu schädigen, na ja, die Tauben, Nuttenköter, Schmusekatzen und weitere würden uns als würdige Tiere auf dem letzten Weg eine kurze Weile noch begleiten.

Hier eine Auswahl von Maarri, Texten nicht nur aus diesem eingescannten Buch, mit meinen entsprechenden, teils philosophischen Kommentaren:



“Dies Leben, mein Freund, ist ein unverscharrter Kadaver, wie die Hundemeute, die ihn kläffend umzingelt:
Verlierer ist wer einen Fleischfetzen ergattert, Gewinner wer leer ausgeht bei dem Bankett; wen das Verhängnis nicht nächtens ansprang, der wird unfehlbar im Morgengrauen von einer Laune des Zufalls niedergemacht.”

Wer zuerst geht, bekommt kein Bauchweh. Strikte Leidvermeidung, – man kann es auch anders sehn, wenn man sowieso die Bühne und das Bankett verlassen muss, dann lieber mit vollem Bauch, – was Tradition bei der Henkersmahlzeit war. Deshalb kann man auch fleissig mitzechen beim Bankett, ohne grosse Erwartung, da sowohl der Asket als auch der Trinker gleichermassen hinweggerafft werden

“Tage sind die Nachkommen gleicher Eltern,
Nächte sind die Schwestern einer Familie:
Suche in deinen Tagen und Nächten nichts, was nicht schon vorzeiten war.”

Anspielung auf den Gedanken der EW im strikten linear unendlichen Sinne

“Ich sehe die Menschen in zweierlei Licht,
Vergangenheit und Zukunft;
und in zweierlei Zustand, Zeit und Ort.
Wenn wir wissen wollen was für eine Rechenschaft Gott über diese Absonderlichkeiten gibt,
erhalten wir eine ausweichende Antwort.”

Von hinten erklärt, scheint Gott es entweder nicht selbst zu wissen, oder will es uns nicht verraten. Heraklit, nie derselbe Fluss, die Frage nach dem nicht zu greifenden Moment

“Das Gefäss der Stunden bewahrt verborgene Geschicke,
deren Erscheinen die Mächte bestimmen, die sie bewachen.
Der Schöpfer, dessen Gedicht die Zeit ist, braucht sich darin
nicht auf abgegriffene Reime herauszureden.
So schwinden die Tage und Nächte
ohne Empfinden für ihre Eile und ihr Zögern oder was sie den Menschen bringen.”

Selbst der Schöpfer ist dem ewigen auf und ab der unendlichen Formenvielfalt nicht gewachsen, er klemmt fest im Getriebe des Gedichts und fabuliert von Ende oder Anfang

Man sagt, das die Seele so oft die Fähre vom Leichnam zum Kind nehmen muss, bis sie geläutert von jeder Überfahrt,
bereit ist für Gott.
Glaube nichts was man dir weismacht,
es sei denn, du kannst dich durch eigene Kenntnis für die Wahrheit verbürgen.

Anspielung auf Buddhismus, welchen er übrigens in seinen religiösen Urteilen ausgenommen hat. Erzählen kann man viel, prüfe es in deinem einen Leben.

Palmstämme, hochragend in die Wolken, sind doch nur Holz.
Bleib gelassen, bedenke, je öfter das indische Schwert geschärft wird, desto mehr braucht es sich auf.”

Hochhäuser an die Wolken kratzend sind doch nur Staub, je mehr man erreichen will, so schneller kommt man ans Ende!

“Das Ende zu dem wir geschaffen wurden, bleibt unklar:
Wir leben für eine flüchtige Weile,
bis die Abnutzung uns zermürbt hat.
Wir sind wie darbende Pferde, heftig mahlen ihre Kiefer,
bis die Backenzähne bluten von der Reibung.”

Eigentlich nicht, Leben zum Verenden, so siehts immer wieder von neuem aus!

“Du entrollst die Karte der Sterne, um die Knoten des Lebens zu lösen,
indes die fliehende Zeit dich antreibt.
Das Dasein ist nie verschwenderisch mit seinem Honig,
eh wir das Bittere gekostet mit dem Süssen.”

Innerhalb der Vergänglichkeit ist das Angenehme mitunter seltener als das Unangenehme.

In dies Haus des Unheils kam ich unter Zwang,
jetzt hab ich mich eingerichtet darin, will nicht woanders hin;
ich leide Qualen, der menschliche Wankelmut gibt keinen Halt.
Regenwolken, Todeswolken ziehn auf über Erdbewohner,
die wachsen wie wuchernde Pflanzen.
Der Mensch kämpft ums Überleben, sein Geist ist überzählig.”

Wenn die Erkenntnis kommt, werden wir von uns selber erdrückt.

Und abschliessend im Bezug zur aktuellen Klimadiskussion:

“Das der Regen die Menschen vom Gesicht der Erde fortschwemmte!
Solange Menschen auf ihr sind, ist ihr Gesicht beschmutzt:
Sie findet Reinheit erst an dem Tag wieder,
da ihre Horizonte nicht mehr bevölkert sind.”
Rubrik 0:Philosophie
Rubrik 1:Islam
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